das praktische an einem echten kochbuch ist, dass man nicht staendig drauf rumtippen muss. kein scrollen, kein nerviger bildschirmschoner oder leerer akku

 

wie (fast) jedes jahr war ich auch dieses jahr zwischen weihnachten und silvester beim chaos communication congress in berlin. inmitten von lauter club-mate-suechtigen gibt es immer wieder viel neues zu sehen und zu lernen. das mit der koerperhygiene scheinen die meisten nun hin zu bekommen und sogar mit anzug sind einige freaks rumgelaufen. mit serioesem, schickem, whatever aussehen hatte das aber nichts zu tun, sondern hat eher an fasching erinnert.

aufgrund der wetterlage war ich ja schonmal froh, dass mein flugzeug ueberhaupt flog und mich heil nach berlin brachte. waehrend des fluges servierte die (wie immer) nette crew von air berlin lecker gluehwein.

weniger lustig war dann die taxi knappheit auf dem flughafen tegel. die leute haben sich fast gepruegelt, um mit einem taxi der kaelte entfliehen zu koennen, denn die schlange am taxistand wurde immer laenger statt kuerzer. ich konnte nach 20 minuten eines ergattern, das aber komischerweise keiner mit mir teilen wollte. eigentlich dachte ich, dass nur die stadt offenbach es nicht geregelt bekommen mit dem streuen und raeumen, aber in berlin ists noch schlechter. genauso hat es fuer mich den anschein, dass die regelung, dass man den schnee vor seiner haustuer wegraeumen muss, in berlin anscheinend nicht gilt, oder sich zumindest niemand daran haelt.

mein hotel war ok fuer den preis. modern, aber sehr spartanisch. fruehstueck bis um 11 uhr, 24h besetzte rezeption, getraenke und cafe-bar. nur die heizung in meinem zimmer wollte nicht funktionieren. mitten in der nacht habe ich dann aber anstandslos ein anderes bekommen.

eigentlich mehr als gedankenstuetze fuer mich gedacht, aber vielleicht findet ja jemand in der folgenden aufstellung was interessantes. die aufzeichnungen zu den vortraegen werden hoffentlich in ein paar tagen online sein.

am tag 1 des 27c3 habe ich mir in der zeit von 12:00 bis 22:45 vortraege und diskussionen zu diesen themen angesehen:

tag 2: 11:30 bis 00:00 uhr

zu sehen gabs wie immer tolle und nicht tolle sachen:

tag 3: 11:30 bis 23:00 uhr

  • Chip and PIN is broken – Vulnerabilities in the EMV Protocol …kann ich nicht viel dazu sagen, denn zu beginn des vortrages habe ich den saal verlassen. das ding war gestopft voll, weil alle leute einen platz fuer die folgeveranstaltung (fefe’s und frank’s fnord jahresrueckblick) ergattern wollten. die auf dem boden sitzenden wurden aufgefordert, sich doch bitte hin zu stellen, damit mehr leute in den saal reinpassen. das war mir dann echt zu doof und ich bin gegangen. zurueck im hotel konnte ich gerade noch die letzten paar minuten davon per umts und livestrem verfolgen. aber eigentlich gings mir ja auch um den naechsten vortrag:
  • Fnord Jahresrückblick 2010 – von Atomausstieg bis Zwangsintegration … wie immer lustig und quasi pfichtprogramm. das schauen des streams im hotelzimmer war trotz vorhandenem schoppen nicht sehr entspannend, da es alle paar minuten gestockt hat. nach zwanzig minuten bin ich dann auf den stream “slides only” mit ton umgestiegen. das hat dann besser funktioniert.

tag 3: 11:30 bis 19:00 uhr

wenn die videos der veranstaltung online sind, werde ich zuhause ein paar vortraege nachholen. z.b.:

  • …und nich ein paar der vielen votraege ueber GSM. nicht, dass ich davon ahnung haette… ich bin aber neugierig, was da geht und wo es hin geht.

abschliessend noch ein paar allgemeine worte (aus der high and wide perspektive). seit ein paar jahren steht ja schon die diskussion im raum, dass der congress in einer anderen location stattfinden koennte/sollte/muesste, da das bcc aus allen naehten platzt. dieses jahr gab es erstmals die karten im vorverkauf. gefuehlt waren weniger leute da, wobei ich mich da auch taeuschen koennte.

auf jeden fall hat sich der ganze congress geaendert im vergleich zu den letzten acht jahren, die ich (bis auf ein mal) da war. bei meinen ersten besuchen herrschte echt noch chaos. leute lagen einfach mit schlafsaecken in der ecke oder unter der treppe. ueberall wurde geraucht, so dass es teilweise schon eklig war. waehrend den vortraegen lagen und sassen die leute in den gaengen rum. muellberge stapelten sich.

heute sieht das anders aus. alles laeuft geordnet ab. die saeaele haben (durch “ordner” gesteuert) festgelegte ein- und ausgaenge. die gaenge und ausgaenge muessen unbedingt freigehalten werden. die leute wurden aufgefordert, ihren muell ordnungsgemaess zu entsorgen. (frueher ist niemand ueber die muellberge gestolpert, aber heute gibts schon schwere unfaelle, wenn eine flasche auf dem boden rumliegt). zwischen den vortraegen gibt es animateuere pausenclowns die das publikum bei laune halten.

wie soll ich sagen… es ist (so scheint es zumindest) professioneller geworden. mich persoenlich nervten ein bischen die “engel”, die einem staendig irgendwas vorschreiben oder verbieten wollen bzw. muessen. klar, alles nachvollziehbar aus sicherheitsgruenden usw. die ganze veranstaltung ist nicht mehr so “authentisch” wie frueher. den permanenten schweissgeruch vermisse ich nicht, aber wenn leute anzug tragen, nur um irgendwas an ihrem image zu aendern oder cool auszusehen, finde ich das auch albern.

UPDATE: das mit den anzuegen hatte wohl einen hintergrund

 

als normaler fuessganger hat man schon mit dem schnee zu kaempfen. aber wenn man noch so einen schwerlasttransporter fahren darf…

 

offenbach hat ueber die feiertage nix gestreut. nur ein bischen weg geschoben.

 

da isser…

dann will ich allen bloglesern auch mal eine schoene bescherung, und ein paar stressfreie weihnachtsfeiertage wuenschen. gehoert sich doch so… von weihnachts-emails bin ich mittlerweile schon fast genervt. das wird von jahr zu jahr mehr.

 

…und hat alle loeffel verbogen:

muss so gewesen sein, denn zum suppe loeffeln wars unpraktisch.

 

rauchverbot in gebaeuden ist ja ok. aber bei einem bekannten schulungsunternehmen in heidelberg werden sie noch des gelaendes verwiesen:

 

was will mir der fahrkartenautomat sagen?

ich hab dann ene mene muh gespielt und den weg “1″ genommen. in der ubahn wurde ich kontrolliert und hab dem kontrolletti mal das bild unter die nase gehalten und hoeflich gefragt, ob ich denn bei der auswahl alles richtig gemacht haette. dieser schaute etwas komisch und wimmelte mich dann ab mit “damit hammer nix zu tun”.

 

in der vorweihnachtszeit wundert mich es immer wieder, welch geschmacklose artikel es auf einmal in das normale sortiment schafft. anscheinend werden alle artikel, die sich normalerweise das ganze jahr ueber nicht verkaufen lassen kurz vor weihnachten ins programm genommen. hier ein beispiel einer grossen firma, die normalerweise (auch) kaffee verkauft:

da koennen dann all diejenigen maenner zuschlagen, die:

  • einfach nur einfallslos sind (parfüm zum geburtstag, schmuck zu weihnachten oder umgekehrt)
  • ihre letzte gehirnzelle versoffen haben
  • ihr weihnachtsgeld (leider erfolglos) an einem spielautomaten verdoppeln wollten
  • ihre bildung aus der bild haben
  • ihre frau “lieb haben”, weil sie jeden tag (wie angeordnet) so gut kocht und auf die kinder aufpasst, waehrend der mann nach einem anstrengenden arbeitstag sein wohlverdientes feierabendbier mit kollegen oder am stammtisch zu sich nimmt.
  • denken, dass die frau es nicht merkt, dass es kein echtes gold ist (fuer 14,95!)
  • selber goldkettchen ueber offen getragenem brustpelz tragen
  • einfach nur keinen geschmack haben

 

…haben wir am samstag bei einer schneewanderung gesehen. die sind einfach so vor uns ueber den feldweg gerannt. (haha… na klar “einfach so”) ganz viele frischlinge und ein paar grosse… mit denen haette ich mich nicht anlegen wollen. und weil die bloede handykamera so lange zum ausloesen braucht, hab ich gerade mal zwei klitzekleine aufs bild bekommen…