ein kollege schickte mir einen link zu den “100 verrücktesten Photoshop Bildern” auf der webseite der pcwelt. ich wollte schon wetten abschliessen, wie lange es dauert, bis der erste hirnverbrannte diese 100 bilder nimmt, in powerpoint verpackt und die welt damit nervt. ich schaetze, es dauert keine woche, bis diese besagte praesentation in meiner inbox landet. wahrscheinlich sogar noch bevor der link ein zweites mal eintrudelt.
sind sie auch manchmal genervt von den ewigen wartezeiten am geldautomaten? nicht etwa weil die schlange davor so lang ist, sondern sie genoetigt werden, schelchte werbung von dem bzw fuer das geldinstitut anzusehen, vor dessen automat sie gerade stehen? dann kann ich nur waermstens die geldautoamten der firma intercard emfehlen.

noch nie hatte ich sooo schnell mein geld bekommen. verglichen mit anderen automaten hat das nur gefuehlte 2 sekunden gedauert. klar waren es in wirklichkeit mehr, aber der zeitgewinn war so gross, dass man z.b. extra von der frankfurter innenstadt raus zur metro fahren kann um geld abzuheben. das dauert insgesamt nicht laenger als bei automaten rennomierter banken.
die schlaumeier mit “aber das dauert eben so lange” koennen ihre kommentare jetzt wieder fuer sich behalten. die banken wollen nur ihre werbung unters volk bringen. irgendein marketingsack wird denen das schon erzaehlt haben, dass sie das so machen muessen. mich kriegen die damit eh nicht. nach eingabe von betrag und pin schau ich mit absicht solange woanders hin, bis der ausgabeschacht das rattern anfaengt. von wegen ueberbrueckung von wartezeiten – drauf geschissen.
heute um supermarkt meines vertrauens: schon beim betreten musste ich einen unangenehmen duft wahrnehmen. je tiefer ich in den laden ging, umso schlimmer wurde dieser gestank. die itensitaet hat ihren hoehepunkt erreicht, als ich neben einer frau an der wursttheke stand. wiederlich und fast unausstehlich dieser gestank, von dem ich sogar spontan kopfschmerzen bekam.
nicht etwa, dass die frau vergammelt oder so roch – nein, es war ihr parfuem. mit sicherheit sau teuer und mit einem unaussprechlichem namen. ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendjemand toll oder gar anziehend empfinden kann. diese eine frau hat es geschafft, dass es im ganzen supermarkt einfach nur erbaermlich stinkt. wenn man bedenkt, dass es leute mit duftstoffallergien gibt, ist das schon schwerste koerperverletzung.
nein, ich hab noch nicht den grill ausgepackt. das es kurz nach weihnachten osterkrams gibt, wusste ich ja schon. die metro hat auch gleich mal das grillzubehoer aufgestockt und reichlich holzkohle zum verkauf:

jetzt ist es vielleicht etwas verfrueht, aber ich werde mich bei zeit mit passendem material eindecken. nicht, dass es auf einmal fruehling oder sommer ist und das erste grillevent ist gefaehrdet
beamtendeutsch ist eine wissenschaft welt fuer sich. finanzamtdeutsch ist eine besonders abstrakte form davon. und wenns um abkuerzungen geht, uebertreffen sich alle behoerden und institutionen in deutschland gegenseitg. mein heutiges schmankerl stammt aus der einkommensteuererklaerung:
vd – nicht kirchensteuerpflichtig.

mal abgesehen davon, dass das eintreiben einer sogenannten kirchensteuer durch den staat ein unding ist, war die einzige erklaerung fuer “vd”, die ich auf die schnelle finden konnte, diese hier:
vd = verschieden denkend
zum philosophieren ueber diese abkuerzung ist es mir jetzt zu spaet. aber warum nicht einfach “kl” fuer “konfessionslos” oder “kr” fuer “keine religion”. ist die verwechslungsgefahr (bzw. vertippungsgefahr) fuer kr und rk zu gross? ob sich da ueberhaupt jemand richtig gedanken drueber gemacht hat? ich wuerde gerne mal jemanden kennen lernen, der sich solche abkuerzungen ausdenkt.
wenn ich die abkuerzungen machen wuerde, dann waere das dabei rausgekommen:
ok = ohne konfession
wasn uffriss! …..und das wegen EINER domain. gott und die welt wird per newsletter und blogs von ihren hostern darueber informiert.
[...] bisher war die Domain BR.DE aufgrund einer einstweiligen Verfügung von der im Oktober 2009 erfolgten Freigabe ein-und zweistelliger Domains ausgenommen. Wie heute die DENIC informierte, wurde diese Verfügung aufgehoben. [...] Die Domain wird dem Antragsteller zugesprochen, dessen korrekt ausgefüllter und unterschriebener Antrag per Fax als erster nach dem Stichzeitpunkt 15:00 Uhr (MEZ) – synchronisiert mit dem Zeitserver von DENIC (ntp1.denic.de) – vollständig eingeht. [...] Die genannte Faxnummer wird 24 Stunden vor dem offiziellen Registrierungs-Startzeitpunkt freigeschaltet. Ein vorheriges Testen der eigenen Faxkonfiguration ist somit gegebenenfalls möglich.
mannmann… die sollen die domain einfach versteigern oder sie doch dem bayrischen rundfunk geben (der die ja eigentlich einklagen wollte).
nur interessehalber wollte ich mal schauen, was aus den “einbuchstabendomains” geworden ist. da fass ich mir nur an den kopf… a.de steht zum verkauf; b.de wird total sinnlos auf www.hotelsuche.de weitergeleitet; c.de ist registriert und hat keinen inhalt; d.de soll “das portal fuer deutschland” sein und hat im impressum die in miami beach ansaessige firma “D Internet Corporation” stehen; e.de ist offline; f.de ist offline; g.de ist offline; unter h.de “entsteht die private Homepage der Familie Hartmann”; i.de hat eine aehnliche aufmachung wie a.de und ist reeeeiiin zufaellig auf der gleichen ip-adresse gehostet und gehoert auch reeeeeeiiin zufaellig dem gleichen chinesen (haette der lieber mal lotto gespielt mit seinem glueck)… dann hat mich die lust verlassen weiter zu schauen.
echt toll, was mit so exklusiven domains alles gemacht wird, oder? der familie hartmann sei es gegoennt!
ich hab ja meine kurze domain… zwar mit ohne .de, aber ich hab sie
wie und wo versteuern eigentlich die anonymen anbieter der tollen “steuerhinterziehungs-cd” das geld, dass sie fuer diese scheibe bekommen?
eine salami mit coffeinhaltigem guarana? warum muss es denn echt jeden scheiss geben? ich habs nicht probiert und ich werds auch nicht probieren. ich stell mir das aber ziemlich wiederlich vor. wahrscheinlich kann die noch so lecker schmecken… aber nicht mir, weil mich die verpackung schon abschreckt:

eine salami mit guarana? nur weils jeden mist mit wachmachmittelchen gibt, muss man doch nicht eine salami noch mit coffeinhaltigem zeugs versetzen.
eine 25 gramm portion (ist auch irgendwie laecherlich fuer den preis, oder?) enthaelt 0,9% guarana extrakt. laut wikipedia ist “20 Gramm reines Guaranápulver innerhalb eines kurzen Zeitraums” eine überdosierung. keine ahnung, inwiefern das extrakt mit dem “reinen pulver” vergleichbar ist, aber wikipedia sagt:
“Es können die gleichen Nebenwirkungen wie beim übermäßigen Genuss von Coffein aus anderen Quellen auftreten, etwa erhöhte Reizbarkeit, Schlafstörungen, Tachykardie, Kopfschmerzen, Zittern oder Muskelschmerzen. Beim Absetzen der Produkte nach längerfristigem Konsum kann es zu körperlichen Entzugserscheinungen kommen. Ungeeignet sind Guaraná-Produkte für Menschen mit Bluthochdruck und chronischen Kopfschmerzen sowie für Schwangere und in der Stillzeit.“
die german privacy foundation hat kundgetan, dass mobile endgeraete mehr in die http header packen, als erforderlich. angeblich wird die telefonnummer mit zusaetzlichen, aber unterschiedlichen headern an den webserver mitgesendet. der satz am ende des artikels (“Welche Anwendungen fallen euch für die Nutzung dieser Information ein?“) hat mich gleich wieder phantasieren lassen. die ergebnisse muss ich hier nicht breit treten. da duerfte jeder genuegen eigene phantasie haben um sich entsprechende szenarien auszumalen.
seit laengerem geistert mit der gedanke im kopf rum, dass das ganze IPTV geraffel ueber breitbandige dsl leitungen ja auch nur erfunden wurde, um “einen besseren einblick” zu haben. verlaesslichere einschaltquoten, auf den endkunden zugeschnittene werbung, totale kontrolle durch DRM verseuchtes material. der staat foerdert den ausbau der breitbandnetze, um so “in jedes haus zu kommen” und die medienkonzerne reiben sich die haende aufgrund der moeglichen “verdienste”.
irgendwie wollen das medium fernsehen und internet aber doch nicht so richtig zusammen spielen. die hardware hersteller haben zwar schon einige loesungen in petto, aber die fuzzies der medienkonzerne habens noch nicht geblickt. “Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) beklagt mögliche ‘parasitäre Nutzung’ bei Fernsehern, die mit eingeschränkter Internetfähigkeiten die Nutzung von Zusatzanwendungen erlauben.” mir als endkunde in diesem fall stellt sich die frage, warum die idioten wieder nur “eingeschraenkte internetfaehigkeit” einbauen… aber naja.
der “Bereichsleiter Medienpolitik bei RTL bezeichnete die Technik dagegen als problematisch: ‘Wenn ich neben einer werbefreien RTL-Nachrichtensendung eine Applikation mit Werbung starten kann, entgeht uns Geld.’ Für diese Konstruktion brauche es eine politische Lösung [...] So dürften die Sender nur 12 Minuten Werbung pro Stunde zeigen und in diverse Formate gar keine Spots einblenden. Die Telemedienanbieter dürften dagegen theoretisch “60 Minuten pro Stunde, 24 Stunden am Tag neben jedem Format und in jeder Form” Dauerwerbung betreiben“. die sender haben ja mittlerweile schon ein paar billige tricks auf lager, um den zuschauer trotz laestiger werbung vor der glotze zu halten zu wollen (auf die – so hoffe ich mal – nicht mal die halb-hirntoten-otto-normal-gucker reinfallen). das mit der vernetzung der moeglicherweise entstehenden daten haben die also noch nicht kapiert. das ist vielleicht auch gut so. viel zu einfach waere es, einem nutzer, der die werbung waehrend einer fernsehsendung mit dem wetterbericht ueberbruecken will die auf ihn zugeschnittene werbung einzublenden. wenn das “wetter widget” draussen minus drei grad anzeigt, kann man doch einfach werbung fuer eine urlaubsreise in die suedsee einblenden.
bisher haben die wahrscheinlich nur noch keine aktien drin bei den herstellern solcher moechtegern internetfaehiger geraete. verkauft doch einfach bundles aus “Fernsehern mit eingeschränkter Internetfähigkeiten zur Nutzung von Zusatzanwendungen” zusammen mit eurem “RTL net”, DSL und IPTV. dann liegt es in eurer hand, “Zugleich [..] Rechteinhaber auch gegen eine ‘mittelbare Ausnutzung ihrer Rechte und Leistungen’ zu schützen” und einen dabei den groesstmoeglichen reibach zu machen. zur abrundung des ganzen: ein zusaetzlicher mobilfunkvertrag mit smartphone und den entsprechenden auswertungsmoeglichkeiten (siehe anfang des posts) bringt bei der abendlichen fernsehsession dann noch die passende werbung zu den tagsueber und unterwegs angesurften webseiten.
hey… und webcams muessen in den fernseher. gepaart mit ipv6 haette der staat sicherlich auch interesse daran.
bei dem gedanken wird mir schlecht. das alles ist garnicht so abwegig.
das kommt dabei raus, wenn meetings langweilig und sinnlos sind. wenn das so weiter geht, kann ich den kram irgendwann auf eine rolle malen und als tapete in grossen mengen verkaufen:
