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proxmox: eine partition als osd nutzen

gleich vorneweg: nicht offiziell von proxmox unterstuetzt, aber (fuer mich) funktionieren tuts. 😉

fuer meine aktuelle “spielwiesen-evaluierung” habe ich als boot platte eine 500 GB ssd gekauft. da das betriebsystem und swap nur wenige gigabytes benoetigen, moechte den restlichen platz als OSD fuer ceph verwenden. proxmox unterstuetzt von haus aus nur kompletten festplatten als OSD. mit ein paar tricks kann man das aber trotzdem eintueten. dafuer muessen ein paar vorraussetzungen eingehalten und die folgenden schritte ausgefuehrt werden.

1. als grundlage habe ich ein debian stretch installiert. dabei waehlt man am besten den modus “expert install” aus, da man nur in diesem den typ der partition table der festplatte setzen kann. der installer macht standardmaessig eine MBR patrition table, aber wir brauchen zwingend eine des typs GPT!

2. das debian system samt proxmox und ceph installieren (siehe proxmox wiki)

3. danach muss die OSD partition wie folgt angelegt und praepariert werden:

als erstes setzen wir ein paar variablen… der partition typecode “is designating a Ceph data disk

PTYPE_UUID=4fbd7e29-9d25-41b8-afd0-062c0ceff05d

die festplatte, die verwendet werden soll:

disk=/dev/sda

die nuemmer der partition ist die naechste freie nummer:

part=4

und eine zufaellige UUID wird benoetigt, um die neue OSD zu identifizieren:
(wenns nicht funktioniert, vorher noch das paket “uuid-runtime” installieren)

OSD_UUID=`uuidgen -r`

wenn all diese variablen gesetzt sind, kann mit dem sgdisk kommando die neue partition angelegt werden:

sgdisk --largest-new=$part --change-name="${part}:ceph" --partition-guid=${part}:$OSD_UUID --typecode=${part}:$PTYPE_UUID $disk

der output koennte so aussehen:

Setting name!
partNum is 3
REALLY setting name!
Warning: The kernel is still using the old partition table.
The new table will be used at the next reboot or after you
run partprobe(8) or kpartx(8)
The operation has completed successfully.

um die proxmox boardmittel nutzen zu koennen, muss man ein bischen in einem perl script rumpfuschen… und zwar das: /usr/share/perl5/PVE/API2/Ceph.pm
vorher bitte eine sicherungskopie anlegen, damit man die originale datei im anschluss wiederherstellen kann. (funktioniert mit pve 5.2)
suche in der datei nach diesem string:

$devname =~ s|/dev/||;

…und kommentiere diese und die folgenden zeilen bis zu dieser aus:

my $devpath = $diskinfo->{devpath};

dann fuege diese zeile darunter ein:

my $devpath = $devname;

jetzt suche nach

my $cmd = ['ceph-disk', 'prepare', '--zap-disk',

…und entferne am ende das argument “–zap-disk”, so dass die zeile so aussieht:

my $cmd = ['ceph-disk', 'prepare',

dann kann man endlich die OSD erstellen:

pveceph createosd /dev/sda4 --bluestore=0

ich habe hier bluestore auf 0 gesetzt, da es bei mir nicht funktioniert hatte. (ich bin mir garnicht sicher, ob man bluestore ueberhaupt mit einer partition verwenden kann… vermutlich eher nicht.) so wird der herkoemmliche typ “filestore genommen und die partition mit xfs formatiert.
der output koennte so aussehen:

create OSD on /dev/sda4 (xfs)
meta-data=/dev/sda4              isize=2048   agcount=4, agsize=29150209 blks
         =                       sectsz=4096  attr=2, projid32bit=1
         =                       crc=1        finobt=1, sparse=0, rmapbt=0, reflink=0
data     =                       bsize=4096   blocks=116600833, imaxpct=25
         =                       sunit=0      swidth=0 blks
naming   =version 2              bsize=4096   ascii-ci=0 ftype=1
log      =internal log           bsize=4096   blocks=56934, version=2
         =                       sectsz=4096  sunit=1 blks, lazy-count=1
realtime =none                   extsz=4096   blocks=0, rtextents=0

und zum schluss noch die OSD aktivieren, wodurch die partition gemountet und der zugehoerige OSD daemon gestartet wird

ceph-disk activate /dev/sda4

und schon ist die partiton unter proxmox als OSD verfuegbar. in der proxmox oberflaeche wird die ganze festplatte als OSD angezeigt, was mich aber nicht weiter stoert 😉

20181010203748 by sd
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neue “server hardware” fuers home lab

man braucht ja noch projekte… ich baue mir mal ein neues proxmox cluster fuer zuhause. die sache mit den intel nuc’s ist zwar ganz schick, aber die loesung mit externen usb festplatten is doch irgendwie doof. fuer 90% meiner sachen reicht das vollkommen aus, aber manchmal darfs auch ein klein bischen mehr performance sein. da der ganze schrabel noch irgendwie im keller in mein kleines 19 zoll wandrack rein passen soll, ist die auswahl an bauform sehr gering. drei kurze 1he gehaeuse hab ich guenstig in UK erstanden. in den 5 1/4 zoll einbauschacht passt ein 6×2,5 zoll wechselrahmen dings rein, in welches dann ssd’s verbaut werden.

demnach brauche ich auch ein (mini itx) motherboard mit mindestens 6 sata anschluessen. die wahl fiel auf ein asus p10s-i, in welches man alle moeglichen cpu’s mit sockel 1151 stecken kann. angefangen von guenstigen celerons und pentiums bis hin zu guten xeons. zum evaluieren habe ich mir erstmal einen guenstigen pentium 2-core geholt. und prompt bin ich drauf rein gefallen und die cpu war zu neu fuer das board. haette ich vorher mal genauer in die kompatibilitaetsliste geschaut…
auf jeden fall hat das board zwei gigabit nics, welche dann im bond laufen sollen. mal schauen, ob ich spaeter noch eine 10gbe netzwerkkarte da rein bekomme. ein kleines zusatzplatinchen gibts auch, welches dem board zu einem IPMI interface verhilft, fuer welches auch schon ein dedizierter lan port verbaut ist.
RAM gibts fuer den anfang 16 GB an einem stueck. spaeter werden es dann sicherlich 32 GB als “usefull size” werden.

ssds sind ja gerade am billiger werden. anfangen werde ich mit 2x 500gb crucial mx500 als ceph osd’s. vier freie slots lassen noch luft nach oben.
die gehaeuse sind also gesetzt… und wenn dieser erste “prototyp” sich als brauchbar herausstellt, werde ich noch die innereien fuer die beiden anderen gehaeuse bestellen. installiert ist die kiste auf jeden fall schonmal. reingehaengt ins bereits laufende proxmox/ceph cluster ist eine migration ohne downtime und mit anschliessendem rueckbau der “alten” hardware moeglich. einfach nur genial 🙂

20181010192341 by sd
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proxmox spontane reboots oder alle festplatten “verloren”

in einem proxmox/ceph cluster mit insgesamt sieben nodes sind vier identische nodes nur für den ceph storage zustaendig. alles supermicro x8dtl-3f mit ssds und 10gbit nics.
irgendwann… ich weiss nicht genau wann… aber auf jeden fall nach dem update auf debian stretch und pve5 hatten diese vier server problemchen. erstmal sah es so aus, als ob es mehrere verschiedene probleme sind.

1. in einem zeitraum von 1 bis 7 tage booteten die server spontan und ohne erkenntlichen grund. keine eintraege im syslog und nichts im bios/ipmi eventlog zu sehen.

2. weniger haeufig kam es vor, dass ein node zwar noch “online” war, aber alle seine festplatten “verloren” hat. seh dann auf dem bildshirm so aus:

3. die onboard netzwerkkarten haben rumgezickt, was im logfile dann so aussah:

das hat sich dann im sekundentakt wiederholt

4. selten bekam ich meldungen wie diese auf den schirm:

wie sich aber rausstellte, war das genau das ausschlaggebende! falls noch was im syslog zu sehen war (eher garnicht ausser bei dem nic flapping), dann war auch immer so eine meldung unmittelbar davor zu sehen.

nach ein wenig googlen kam heraus, dass der “irqbalanced” fuer diese meldungen verantwortlich ist. der irqbalanced kann im laufenden betrieb irq’s bei bedarf auf eine andere cpu mappen. wenn man google nach diesem ding fragt, bekommt man viele aussagen. von “braucht man nicht, weil aktuelle kernels das von alleine koennen” bis “sehr wichtig bei hoher last fuer performanceoptimierungen”.

ich hab dann kurzerhand in der datei /etc/default/irqbalance den parameter “IRQBALANCE_ONESHOT=YES” gesetzt. in der beschreibung dazu steht: “after starting, wait for a minute, then look at the interrupt load and balance it once; after balancing exit and do not change it again.”

….und was soll ich sagen. seit vier wochen habe ich nun ruhe und die server lauifen durch 🙂

fuer eine genaua analyse und warum das seit wann auftritt… puh.. da fehlt mir die zeit. ich hab mich lange genug damit beschaeftigt und nun laufen die kisten wieder rund.

20180831092534 by sd
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reihenfolge der kalender in nextcloud bzw. der default kalender

eine alte owncloud installation habe ich “aus gruenden” endlich mal auf nextcloud aktualisiert. soweit war alles fein, aber in meinen sehr umfangreichen kalendern waren wohl ein paar syntaktische probleme enthalten. weil ich das bei der menge an eintraegen niemals einfach und schnell rausbekommen haette, waehlt ich eine holzhammer mehode. einmal exportieren, kalender loeschen, neu anlegen und wieder importieren.
bis dahin war der kalender mit dem namen “default” auch mein wirklicher default kalender und bei nutzung der webgui war dieser bei neu erstellten eintraegen auch vorausgewaehlt. nach meiner o.g. aktion war er es leider nicht mehr. jedes mal beim erstellen eines eintrages den passenden kalender auswaehlen war aber auch keine loesung. also gesucht und was gefunden. der beschrieben bug ist schon seit zwei jahren gemeldet… nur erledigt hats scheinbar noch niemand. da ich kein programmierer bin bin ich eher auf die workarounds angewiesen. diesen mag ich hier kurz beschreiben….

erstmal schauen, was da bei meinen kalendern so drin steht:

SELECT id, displayname, uri, calendarorder FROM oc_calendars WHERE principaluri LIKE '%MYUSERNAME;

da in dem feld “calendarorder” ueberall NULL drin steht, wirds erstmal gesetzt (auf wert “1”):

UPDATE oc_calendars SET calendarorder=1 WHERE principaluri LIKE '%MYUSERNAME%';

…um dann danach den richtigen kalender (“default” mit id 773) in der reihenfolge (calendarorder) eins hoeher (0 statt 1) zu setzen:

UPDATE oc_calendars SET calendarorder=0 WHERE principaluri LIKE '%MYUSERNAME%' AND id=773;

nach einem reload der webgui ist nun wieder alles paletti 🙂

20180815100348 by sd
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bots aussperren per iptables

irgendwann haben mal irgendwelche drecks bots einen uralten webserver lahm gelegt.
an die robots.txt haben sie sich nicht gehalten und eigentlich sollte die seite von keiner suchmaschine gecrawled werden. also aussperren nach diesem muster:

for i in `cat /var/log/apache/*.log | grep YandexBot|cut -d" " -f1|sort|uniq`; do iptables -A INPUT -s $i -j DROP; done

das parst die apache logs, filtert nach dem entsprechenden bot, und sperrt die genutzten ips.
quick and dirty 😉

20180613214734 by sd
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ceph blinkenlights

zu dem beitrag mit dem proxmox/ceph cluster gibts noch ein schickes video:

und das im dunkeln anzusehen… hach… das kann jeden nerd dazu bringen, ewigkeiten davor zu stehen und einfach nur stur auf das geblinke zu starren. so wie bei einem lagerfeuer.

20180613213710 by sd
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ceph recovery io

hab ichs schonmal gesagt? ich liebe ceph. und bei solchen datenraten beim recovery … boah…

(nein, das ist nicht von meinem “spiel cluster” auf intel NUC basis mit usb3 platten 😉 )

20180420090402 by sd
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proxmox/ceph cluster in miniatur

ich lehne mich jetzt mal aus dem fenster uns behaupte, dass ich eines der “kleinsten” proxmox/ceph cluster habe, die je so gebaut wurden. klein im sinne von physischen abmessungen. die hardware ausstattung ist zwar nicht so der high performance kram, aber fuer die groesse recht ansehnlich.

3x intel NUC mit 9x 2,5 zoll usb 3.0 platten und ein synology slim nas. da eckdaten:

10 CPU cores
70 GB ram
6 TB ceph storage (brutto)
4 TB nfs storage (synology)

fuer das, was man so zuhause rumexperimentieren muss, langt mir das (fuers erste) 😀

das ganze sieht dann so aus: (erste ausbaustufe)

der hdd platz im ceph war mir bald zu klein, so dass ich noch drei weitere platten dran gehaengt hab:

da aber die platten nun dicht an dicht gepackt waren, musste ich mir was einfallen lassen, da die einfach zu warm wurden. dazu hab ich baumarkt ein paar alu profile gekauft, zersaegt und mit sekundenkleber zusammengebastelt.

was dann am ende so aussieht:

so ist dann etwas luft zwischen den platten und das alu kann vielleicht ein bischen waerme ableiten. wenns nicht reicht, kann ich noch ein oder zwei luefter dahinter haengen.

20180417215118 by sd
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“haengende” ssh session abschiessen

immer wieder kommts mal vor, dass eine ssh session “haengt”, weil z.b. gerade die internetverbindung abgekackt ist oder sowas. um die zu beenden, muss man “enter”, gefolgt von “~.” (tilde+punkt) druecken. die tilde ist der escape character und der punkt steht fuer disconnect.

hier noch ein paar andere von diesen sehr nuetzlichen kombinationen:

  • ~.: Disconnect.
  • ~^Z: Background ssh.
  • ~#: List forwarded connections.
  • ~&: Background ssh at logout when waiting for forwarded connection / X11 sessions to terminate.
  • ~?: Display a list of escape characters.
  • ~B: Send a BREAK to the remote system (only useful for SSH protocol version 2 and if the peer supports it).
  • ~C: Open command line. Currently this allows the addition of port forwardings using the -L, -R and -D options (see above). It also allows the cancellation of existing remote port-forwardings using -KR[bind_address:]port. !command allows the user to execute a local command if the PermitLocalCommand option is enabled in ssh_config(5). Basic help is available, using the -h option.
  • ~R: Request rekeying of the connection (only useful for SSH protocol version 2 and if the peer supports it).

20180415172736 by sd
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apache2 “Negotiation: discovered file(s) matching request: None could be negotiated”

neulich… beim umzug einer fotogalerie auf einem anderen webserver kam neben der entsprechenden fehlermeldung im browser (file not found) diese fehlermeldung im error.log:

AH00687: Negotiation: discovered file(s) matching request: /var/www/htdocs/domain.tld/index (None could be negotiated)., referer: http://domain.tld/

nach etwas googlen war mir klar, dass das mit der option “MultiViews” zusammenhaengt.

die apache webseite weiss dazu:

The effect of MultiViews is as follows: if the server receives a request for /some/dir/foo, if /some/dir has MultiViews enabled, and /some/dir/foo does not exist, then the server reads the directory looking for files named foo.*, and effectively fakes up a type map which names all those files, assigning them the same media types and content-encodings it would have if the client had asked for one of them by name. It then chooses the best match to the client’s requirements.

heisst also… beim aufruf von “http://domain.tld/index” schaut der webserver, ob er eine datei “index” mit einer irgendeiner dateiendung findet. er haette eigentlich in diesem falle die vorhanden index.php finden und nehmen sollen…. hat er aber nicht. grund dafuer war, dass der webserver nicht wusste, was er mit der dateianedung “php” anfangen soll.

bei einem debian stretch wird der umgang mit den mimetypes mit dem apache modul “mime” geregelt. am anfang der datei /etc/apache2/mods-available/mime.conf steht geschrieben:

<IfModule mod_mime.c>
 
   TypesConfig points to the file containing the list of mappings from
   filename extension to MIME-type.
   #
   TypesConfig /etc/mime.types

also husch in der /etc/mime.types geschaut und gesehen, dass diese zeile auskommentiert ist:

# application/x-httpd-php      phtml pht php

kommentarzeichen davor weg, speichern, apache neu starten und gut.

20180415055539 by sd
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